Hochzeitsbräuche / Artikel
am 27 September 2019 von Nicole Montemari

Hochzeitstorte anschneiden | So geht's

27 September 2019

Das Anschneiden der Hochzeitstorte ist ein alter Brauch, aber woher kommt diese Tradition eigentlich und wie macht man es richtig? Wir nennen dir den besten Zeitpunkt und sogar die passende Musik dazu.

Hochzeitstorte anschneiden: Was ist der beste Zeitpunkt dafür und wo müssen die Hände genau hin? Wenn du eine Hochzeitstorte auf deiner Hochzeitsfeier hast, dann müssen diese Fragen beantwortet werden. Wir haben die wichtigsten Informationen zu diesem Hochzeitsbrauch in diesem Beitrag zusammengefasst. So wird das Anschneiden deiner Hochzeitstorte ein erfolgreiches Ereignis!

Wann darf man die Hochzeitstorte anschneiden?

Der klassische Zeitpunkt, um die Hochzeitstorte anzuschneiden, ist am späten Abend oder um Mitternacht. Die Hochzeitsgäste haben sich die Bäuche mit Essen vollgeschlagen und sich womöglich bereits auf die Tanzfläche begeben. Meistens wird die Feier dann kurz unterbrochen und die Torte auf einem Rollwagen hereingebracht. 

Um zu verhindern, dass die beschwingte Stimmung unterbrochen wird und die Gäste nach dem Verzehr der Torte zu voll sind, um die Tanzfläche wieder aufzusuchen, wird der Zeitpunkt des Tortenanschnitts mittlerweile etwas vorverlegt. Ihr könnt die Hochzeitstorte direkt im Anschluss an das Hochzeitsdinner servieren und euch so die Kosten für ein zusätzliches Dessert sparen.

Brautpaar beim Anschneiden der Hochzeitstorte

Wie schneidet man die Hochzeitstorte an?

Damit du dir an deinem großen Tag nicht darüber den Kopf zerbrechen musst, liest du hier wie's richtig geht:

  • Das Messer ist mit einer Schleife versehen und liegt bereits fein säuberlich neben der Torte bereit.
  • Keinesfalls darf jemand dem Brautpaar das Messer übergeben, dass soll Unglück bringen!
  • Das erste Kuchenstück muss unten oder in der Mitte angeschnitten werden, niemals oben.
  • Die Braut schneidet das erste Stück der Torte heraus und füttert damit den Ehemann oder das Brautpaar schneidet die Torte zusammen an, indem sie das Messer gemeinsam halten. Währenddessen darf sich das Brautpaar still etwas wünschen.

Wer hat die Hand oben beim Anschneiden der Hochzeitstorte?

Die wohl wichtigste Frage beim Tortenanschnitt: Wer hat die Hand oben? Nicht selten bricht zwischen dem Brautpaar ein kleiner Kampf um die Oberhand aus, denn wer die Hand oben hat, der soll letztlich auch in der Beziehung das Sagen und die sprichwörtlichen Hosen anhaben.

Hochzeitstorte

Musik zum Anschneiden der Hochzeitstorte

Was beim Anschnitt und der anschließenden Präsentation der Hochzeitstorte keinesfalls fehlen darf, ist natürlich die passende Musik! Damit bringt ihr eure Gäste in die passende Stimmung und schenkt dieser Zeremonie die richtige Aufmerksamkeit. Das sind unsere Favoriten:

  • The Archies «Sugar, Sugar»
  • Christina Aguilera «Candyman»
  • Udo Jürgens «Aber bitte mit Sahne»
  • U2 «Sweetest Thing»
  • Maroon 5 «Sugar»
  • James Taylor «How Sweet It Is (To Be Loved By You)
  • Bruno Mars « Marry You »

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Braut mit Hochzeitstorte

Welche Bräuche gibt es noch, rund um die Hochzeitstorte?

  • Sehr beliebt sind fünfstöckige Torten. Sie stehen symbolisch für Geburt, Kommunion/Konfirmation, Heirat, Kinderreichtum und Tod.
  • Damit ein reicher Kindersegen garantiert ist, sollte sich das Brautpaar über der Hochzeitstorte küssen. Aber Achtung: Die Torte darf dabei nicht berührt und keinesfalls umgestoßen werden!
  • Welcher Gast findet die Kaffeebohne? Zwei versteckte Kaffeebohnen in der Hochzeitstorte sorgen für mächtig Spaß. Wer die gebrannte Kaffeebohne findet, dem ist eine schnelle Verlobung vorausgesagt. Wer die ungebrannte Bohne findet, der bleibt leider ledig.

Die Geschichte der Hochzeitstorte

Hochzeitskuchen gab es zwar schon im antiken Rom. Dort bestand er aber meistens aus einem Mandelkuchen, der ziemlich trocken war. Bei der Hochzeitseier wurde dieser dann über den Köpfen des Brautpaares zerkrümelt. Diese Krümel durften die Hochzeitsgäste im Anschluss verzehren.

Die heute bekannte Hochzeitstorte entstand aber erst im 19. Jahrhundert. Zuerst war sie in England verbreitet und wurde von den Adeligen in pompöser Ausführung für große Festen gezaubert. Allmählich wurde der Beruf des Konditors/Zuckerbäckers immer bekannter und verbreitete sich weltweit.

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