Trauung / Artikel
am 12 September 2019 von Daniela Gugerbauer

Das Eheversprechen in der Kirche

12 September 2019

Das Eheversprechen in der Kirche ist ein unvergesslicher Moment während der Trauung. Wir zeigen dir, welche Möglichkeiten du hast und geben dir Tipps zum Schreiben deines Ehegelübdes.

Viele Paare wünschen sich ein persönliches Eheversprechen in der Kirche. Auch für die Hochzeitsgäste ist es ein unvergesslicher Moment, wenn sich Braut und Bräutigam ihr Ehegelübde während der Trauung vortragen und damit zusätzlich zum feierlichen JA, ihr Liebesbündnis besiegeln. Du kannst dein Ehegelübde auf verschiedene Arten formulieren. Wir zeigen dir, was möglich ist und geben dir Tipps zum Schreiben deines persönlichen Eheversprechens für die Kirche.

Persönliches Eheversprechen

Was ist das Eheversprechen in der Kirche?

Neben vorgefertigten Liebesgelübden zum Ablesen können Braut und Bräutigam natürlich auch ein persönliches Eheversprechen schreiben und die Trauung so zu etwas ganz Besonderem machen. Allerdings gibt es beim Eheversprechen für die Kirche zwischen der katholischen und der evangelischen Trauung erhebliche Unterschiede, über die du Bescheid wissen solltest.

Ehegelübde in der katholischen Kirche

In der katholischen Kirche wird das Eheversprechen Konsenserklärung genannt und ist fester Bestandteil jeder Trauung. Wenn du katholisch heiraten möchtest, kannst du dich also nicht mit einem einfachen Ja begnügen. In der Regel liest der Geistliche die Eheversprechen in der Kirche Stück für Stück vor und die Abschnitte werden dann von euch nachgesprochen. Wenn ihr es möchtet, könnt ihr selbst eine Konsenserklärung schreiben. Es ist jedoch wichtig, dass diese das Versprechen zu lebenslanger Treue beinhaltet.

Ehegelübde in der evangelischen Kirche

Anders sieht es bei einer evangelischen Trauung aus. Hier ist ein Eheversprechen in der Kirche nicht vorgesehen, wird aber manchmal (vor allem bei ökumenischen Trauungen) trotzdem praktiziert. In der Regel richtet jedoch der Pfarrer die sogenannte Traufrage an euch, die ihr dann mit Ja beantworten müsst. Allerdings steht es euch frei, im Anschluss daran gegenseitig eine persönliche Liebeserklärung auszusprechen.

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Brautpaar vor der Kirche

Tipps zum Schreiben des Eheversprechens

Besonders romantisch ist es, wenn ihr euer Eheversprechen für die Kirche selbst verfasst. Hier kannst du dich an Liebesgedichten oder Vorlagen orientieren oder auch selbst kreativ werden. Ein persönliches Ehegelübde sollte vor allem von Herzen kommen und authentisch sein. Lass deinen Gefühlen und Gedanken hier also freien Lauf. Trotzdem kann es nicht schaden, auf den Partner Rücksicht zu nehmen und im Eheversprechen für die Kirche keine Formulierungen aufzunehmen, die deinem Liebsten unangenehm sein könnten.

Klassisch:

„(Name), ich nehme dich zu meine(m/r) angetrauten Mann (Frau),
ich will dich lieben, achten und ehren alle Tage meines Lebens,
in guten und in schlechten Zeiten, in Gesundheit und Krankheit,
bis dass der Tod uns scheidet.“

Persönlich:

Beim persönlichen Ehegelübde sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Hier kann der Lieblingssong des Partners zitiert, ein Gedicht eingebaut oder einfach aus dem Herzen gesprochen werden. In der katholischen Kirche muss die Konsenserklärung aber wie gesagt das Versprechen zur lebenslangen Treue beinhalten, um gültig zu sein.

Mehr Tipps & Tricks für ein persönliches Ehegelübde

Trauung in der Kirche

Worauf sollte ich zusätzlich achten?

Wenn ihr euer Eheversprechen in der Kirche selbst formulieren wollt, solltet ihr unbedingt darauf achten, dass es nicht zu lang wird. So schön es ist, dem Partner ausführlich seine Liebe zu versprechen, solltet ihr an eins unbedingt denken: Ihr werdet während eurer Trauung wahnsinnig aufgeregt sein und euch deswegen auch schnell verhaspeln. Weil es am schönsten ist, wenn ihr eure Konsenserklärung auswendig vortragt, ist es also besser, sie kürzer zu halten. So vermeidet ihr unangenehme Blackouts während der Trauung – und müsst im Voraus nicht ganz so viel Zeit in das Auswendiglernen investieren.

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